Die Maske

Gestern kam die neulich erworbene “Submission Mask” zum ersten Mal zum Einsatz. Ich war ja beim Stöbern im Internet neulich drüber gestolpert. Im Endeffekt eine erstaunlich preiswerte, recht luftdurchlässige, weiche, dünne Balaclava mit Reißverschluss hinten, und ohne Aussparungen für die Augen sondern nur mit freigelassenem Mund. Sie erinnerte zwar etwas an Hinrichtungen, aber hatte auch irgendwie was.

Oh ja, sie hat wirklich was.

Abgesehen davon, dass Frau sich aufwendiges Make-Up und Frisur sparen kann, geht es um mehr als nur “dunkel”.

Es bleibt etwas Restlicht, was aber mit einer zusätzlich über die Augen gezogenen Lederbinde schnell “ausgeknippst” wird. Mit dem dicken, stabilen Lederhalsband zusammen ist der ganze Bereich oberhalb der Schultern ins Geschehen involviert.

Das Meiste tut sich aber in der Wahrnehmung. Vor allem von sich selbst. Ich kann noch alles hören, aber nur noch raten, was da gerade raschelt, was mein Herr in der Hand hält, was als nächstes kommt. Wenn das Fesseln oder Fixieren dazukommt, bin ich völlig ausgeliefert. Das Kopfkino rotiert geradezu in epischen Weltraumschlachten. Jede Handlung, jeder Schlag, jedes Streicheln, ist eine Überraschung.

Das erreicht man mit einer ordentlich abschließenden Augenbinde vielleicht auch noch. Hier geht es aber um mehr. Ich bin mir in jeder Sekunde des Mundlochs bewusst, und was Er damit alles anstellen kann, während ich als Person praktisch verschwunden bin. Gesichtslos. Was ich noch bin mit dieser Maske, ist Sein gefügiges, devotes Fickstück, zur Benutzung wie es Ihm gefällt. Und DAS macht (zumindest bei mir, mit meinem kleinen humiliation fetish) einen Riesen-Unterschied. So kann ich mich viel besser hingeben, komme besser dahin wo ich im Kopf sein will, kann mich aufs Fühlen und aufs Dienen konzentrieren.

Wenn dann noch der Knebel zum Einsatz kommt, und ich beim Ficken am Halsband nach hinten gezogen werde, was den Hals logischerweise etwas beengt, dann ist das vielleicht der körperlich bewegteste Moment der Woche, aber die Ruhe und den Frieden im Kopf kriege ich sonst nirgendwo.

Zentrieren. Loslassen. Auftanken.

Unbezahlbar.

 

 

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11 thoughts on “Die Maske

  1. Interessante Darstellung, bzw. Beschreibung des Erlebens. Zumal ich ja selber bevorzuge das Gesicht zu betrachten. Eben um jene Gefühle, die sich ja wunderbar im Gesicht, Augen etc. widerspiegeln.
    Anderseits ist gerade eben jene, deine Gefühlsbeschreibung, sehr aufschlussreich. Sicherlich gibt es da noch so einige Fragen…………..!

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    • Die Maske bringt etwas Abwechslung. Und ist für mich ein echtes Hilfsmittel, wirklich loslassen zu können/müssen. Ihm gefiel sie auch gut, was ich so mitbekommen hab. 😉 Muss ja nicht immer dabei sein, aber ich bin froh sie zu haben.

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      • Ja, das glaube ich dir gerne. 🙂 Ich finde immer toll wenn die Gefühle ihren Weg finden. Und sicherlich bietet sie auch viel Spielraum.
        Und es gibt bestimmt einige Möglichkeiten mit und ohne Maske. Was mich aber besonders berührt hat wie gut du eben jene Gefühle ausdrücken kannst.

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      • Lach………..nun ja, für manches sollte man sich halt Zeit lassen 🙂 Aber gefällt mir.
        Aber dadurch kannst du gut zum Ausdruck bringen wie eben diese Lust sich mit deinen Gefühlen verbindet und so auch zum Ausdruck kommt.

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  2. Da muss ich glatt an meine Frau Und ihr Alter Ego, SLS (Sweet Little Slut) denken… wir haben auch eine Nylonmaske, die ich sehr gerne bei Bondage nutze. Effektiver für Sie ist allerdings ihre Latexmaske. Da sind zwar Aussparungen für Mund und Augen da, allerdings “entmenschlicht” diese Maske so, dass, sobald Sie die Maske angezogen bekommt, wirklich State of Mind, benehmen und empfinden vollkommen geändert wird. Mit Maske ist die dann vollständig in Ihrer Rolle, kann sich tiefer fallen lassen.

    Es ist wirklich faszinierend, was ein Stück Material, egal welches, auslösen kann.

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    • Stimmt allerdings. Zwischen nichts, einer Augenbinde o.ä., und so einer Maske liegen Welten im Empfinden der angedachten “Rolle”. Hilft ungemein, und ist eine nette zusätzliche Möglichkeit. 😊😉

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