Die Geschichte von der Sklavin, die auszog, ihren Herrn zu finden

Es war einmal eine Sklavin, die nicht nur spielen wollte. Sie wollte einen echten Herrn finden, mit dem sie glücklich und zufrieden ihre Leidenschaft für bdsm und Ds teilen wollte.

Deshalb zog sie aus auf den sagenumwobenen Marktplatz der Sklaven und in den Club der Glückseligkeit und wartete auf ihren Herrn.

Anm. d. Redaktion: Liste ist anonymisiert, evt zeitlich nicht in korrekter Reihenfolge, und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer sich wiedererkennt, der beuge sein Haupt und trolle sich beschämt in irgendeine Ecke.

Der erste Herr war voll der Versprechungen und hatte große Pläne. Der Sklavin gefiel es wohl dass nicht nur seine Pläne groß waren, aber es erstaunte sie doch sehr dass die tollen Pläne sehr schnell vergessen waren, er aber nicht schnell genug betonen konnte dass er sie mit anderen Herren teilen wollte. Diesen Wunsch teilte die Sklavin aber damals zumindest noch nicht. Zumal der Herr normalen zwischenmenschlichen Kontakt genausowenig für nötig hielt wie irgendeine Form von Vertrauen aufzubauen.

Der zweite Herr war von der anderen Seite des großen Wassers gekommen, und machte per Briefpost und Fernsprecher einen ordentlichen Eindruck. Aug in Aug war er leider ein irgendwie verklemmter Kerl der statt dirty talk kindisches Gekicher lieferte, und dessen 1,90m Körpergröße das einzig stattliche an ihm war.

Der dritte Herr siegte mit Phantasie und Einsatz, und ist der Sklavin bis heute verbunden. Allerdings nahm auch er sich für den Alltag viel mehr vor als er bald darauf halten konnte, und so kam es dass sie sich nur noch ab und zu treffen um sich um des Anderen dunkle Gelüste zu kümmern.

Der vierte Herr hatte es der Sklavin wirklich angetan. Er schrieb und redete als hätte er tatsächlich verstanden worauf es ihr ankam, und die Sklavin bemühte sich nach Leibeskräften, ihm zu dienen aber leider leider waren Wort und Tat bei ihm wiedereinmal nicht eins. Das, verbunden mit der Angewohnheit, ohne Safeword zu leben und ohne die Notwendigkeit zu sehen, sich um die deutlich angeschlagene Sklavin nach dem Spiel auch nur einen Deut kümmern zu wollen, war der Tod auch dieser zarten Pflanze des bdsm.

Der fünfte Herr war ihr schon länger bekannt, und ist der Sklavin auch nach dem Besuch einer Nacht der O -rein freundschaftlich – verbunden geblieben. Für die große immerwährende Liebe reichte es allerdings bei Weitem nicht aber das war auch nicht Ziel und Zweck auf beiden Seiten.

Davor, danach, dazwischen in all den Monaten…

..waren da viele weitere Frösche im Prinzenkostüm, die es nie vom Fernsprecher ins reale Leben schafften. Da war der Schweizer Herr, der seinen Worten immer 5 Ausrufezeichen anfügen musste weil er wohl glaubte, die Sklavin wäre dumm und taub noch dazu. Er treibt bis heute sein ordinäres Unwesen im Marktplatz der Sklaven und schreibt der Sklavin notgeile Nachrichten in denen er vermutet ihre “Fotze liefe aus vor Verlangen” nach ihm. Er bleibt ungehört bis heute.

Da war der Herr, der bei seiner Gewichtsangabe unglücklicherweise die 7 Zwerge, die er zwischenzeitlich vertilgt haben mußte, vergaß.

Da war der Herr, der in allen Punkten perfekt für die Sklavin gewesen wäre, wenn da nicht….seine nichtsahnende Frau daheim und über 200 km Postkutschenstrecke zwischen ihnen stünde.

Da war der Herr, der zwar in ihrer Nähe wohnte, aber 400 km weit weg arbeitete, und immer dann daheim Einlass in sein Schloss gebieten würde, wenn die Sklavin am meisten bei sich daheim zu schuften hätte. Auch besitzt er eine große Affinität zu Latrineninhalten, und eine ebenso tiefgreifende Abneigung zu Kindern. Was für die Sklavin genau falschherum ist, unpraktischerweise.

Da war der Herr, der sofort Nacktportraits verlangen wollte, noch bevor die Sklavin je seinen Namen wußte.

Der, der sie schriftlich begrüßte mit dem Befehl, für ihren neuen Herrn zu knien.

Der, der sie sich als Zweitsklavin halten wollte wo sie sich doch als Alleinige sah. Oder mindestens als unangefochtene Hauptfrau.

Der, der dachte, er käme mit Einsilbigkeit weiter, und sogar diese Silbe ward noch falsch geschrieben.

Der, der der Sklavin sein Gemächt entgegen reckte noch bevor sie sein Gesicht kannte.

Der, der ihr seit vielen Tagen schon, und trotz langen Briefen immer noch sein Gesicht schuldig bleibt und deshalb zur Spreu zählt und nicht zum Weizen.

Die Unzähligen, die die durchaus ernstgemeinten Worte der Sklavin nicht lesen wollten und dadurch schlecht vorbereitet und mit völlig falschen Erwartungen an ihre Türe klopften.

Die, die sie nur für fröhliche Abende bei ihr daheim wollten, wohl, weil ihre eigentliche Gefährtin ihr eigenes Bett blockierte.

Die, die ihr Gemächt einbringen wollten aber niemals ihr Herz.

Die, die das Blaue vom Himmel herunter verlangen wollten von der Sklavin, aber es selbst nicht einmal vermochten,ihr eine gute Woche zu wünschen…..

Die Liste der Totalausfälle ist endlos.

Nichtsdestotrotz, die Sklavin wird weitersuchen nach ihrem Glück. Und eine Vielzahl von Narren und Scharlatanen ausmisten müssen. Mit der großen Mistgabel.

Fortsetzung folgt… hoffentlich nicht. 😉

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11 thoughts on “Die Geschichte von der Sklavin, die auszog, ihren Herrn zu finden

  1. Warum gibt es eigentlich nicht auch positive Beispiele?
    Sind wirklich alle Doms daneben?
    Und was ist mit den Sklavinnen, die nicht das halten, was sie versprechen?
    Die Welt ist voller Rätsel

    Liked by 1 person

    • Das ‘daneben’ gibt es aus 1000 Gründen. Der harmloseste ist Unerfahrenheit, oder es gut gemeint haben, aber sich zu viel vorgenommen haben.
      Der Post ist das Fazit eines Jahres Dating.
      Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
      Und gut dass Du von Nieten am anderen Ende der Leine sprichst. DARÜBER zu schreiben, hab ich mir seit einer Woche vorgenommen. Allein die Zeit….
      Aber kommt noch. 😊

      Liked by 1 person

  2. Wie wahr es ist…. ist ja nicht nur ein Märchen sondern aus dem wirklichen Leben. Deine sehr “netten” Beschreibungen haben mir mehrmals ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert 🙂 Herrlich!

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