Das Elend am anderen Ende der Leine

Ich habs mir schon lange vorgenommen, spätestens seit dem letzten Blogeintrag, mal ein paar Worte zum immer wieder zu beobachtenden Elend am anderen Ende der Leine zu schreiben.

Oder anders gesagt: für jedenMöchtegern-Dom gibt es anscheinend eine passende Möchtegern-sub.

Die Auswahl reicht von jungen Mädels, die auch mal gern Hubschrauber fliegen wollen ( ernsthaft, darauf wurde einer meiner Kaffeedates mal angesprochen) über Frauen, die ihre Vorliebe für härteren Sex mit Ds verwechseln und einfach keinen Schimmer haben wovon sie reden, bis zu einer Herde von Wunschzettelsubs, die sich für devot halten, aber immer alles bestimmen wollen. Wann was wie gemacht wird. Und das Ganze mit einer ellenlangen Liste an soften und harten Limits, damit auch ja nix passiert was nicht gemocht, oder bestellt wurde.

Oder die Erfahrungs-und Vorliebenfantastinnen. Ich hab null Plan, will es aber nicht zugeben, und schreibe mir deshalb eine tolle Neigungsliste ins Profil. Augen zu und wird schon werden. (Dass das eine eher blöde Idee ist, und es da unter Umständen ein schlimmes Erwachen mit eiligst gequiektem Safeword und anschließendem Gesprächsbedarf geben kann, kann man sich denken)

Dazu gibt es dann noch die Identitäten-Erfinderinnen, so ähnlich wie auf Twitter, die einem das Blaue vom Himmel runterlügen, mit der üblichen Bruchlandung. Die notorischen Verschweigerinnen, die Kinder, Männer und was auch immer sonst, geflissentlich unter den Teppich kehren. Die scheuen Rehe, die nur schreiben aber bei der Aussicht auf ein Treffen im Wald verschwinden.

Und, eine ganz besondere Kategorie, die Kerle, die sich als Frau ausgeben. Ja, dude looks like a lady. Manche sind devote Männer, die keine dominante Frau finden und ihr Glück dann eben bei einem Dom versuchen, und diesem nach 2 Wochen rumlügen notgedrungen irgendwann reinen Wein einschenken. Und manche sind TV oder TS und halten es nicht für notwendig, das Gegenüber zu informieren.

Das alles resultiert dann halt darin, dass es wahrscheinlich am dominanten Ende der Leine auch Argwohn und Zurückhaltung gibt, bis hin zur zeitweisen Aufgabe der Suche.

Mit anderen Worten, Schnauze voll. Da gehts den Herren (der Schöpfung) also oft auch nicht besser.

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5 thoughts on “Das Elend am anderen Ende der Leine

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