Der Weg ist das Ziel …

…sagt ER gerne wenn ich wegen irgendwas Bedenken habe, oder das berühmte Mimimi.

ER. Andreas. Andy. Mein Herr. Seit gut 3 Wochen gibt es ihn jetzt und er hat sich genau zum richtigen Zeitpunkt angepirscht, allerdings schon zum zweiten Mal.

Das erste Mal hab ich ihm einen höflichen Korb verpasst als er mich anschrieb, so gegen Jahresende, weil ich da gerade zum letzten Mal versuchte, meine alte Spielbeziehung zu retten, und gleichzeitig von der Horde Online-Deppen grenzenlos angepisst war. Sprich, ich hatte kein Nerv.

Dass das rückblickend suboptimal war, durfte ich mir auch schon anhören – und anfühlen. *lach*

Die letzten Wochen hindurch habe ich noch mit Blogeinträgen und den üblichen Lobeshymnen auf den Herrn, die man von Twitter kennt, gewartet. Für emotionale Schnellschüsse bin ich zu oft auf die Nase gefallen.

Jetzt ist er aber halt immer noch da, und macht weiterhin keine Anstalten, mich loswerden zu wollen, und ich ihn auch nicht, also öffne ich jetzt mal das Nähkästchen und plaudere vor mich hin.

Nun denn. Die Rahmenbedingungen erfüllte er alle.

Single. Und zwar wirklich. Ungefähr so alt wie ich. In meiner Gegend, ohne stundenlang Auto fahren zu müssen. Man sieht ihm und auch seiner Wohnung an, dass er die Kontrolle über sein Leben inne hat.

Hat viel von der Welt gesehen. Intelligenter, gewiefter Münchner Grantler mit Herz. Und mit zwei großen schwarzen Hunden. ( Nur gut dass ich diesbezüglich kein Schisser bin)

Die emotionale Seite funktioniert, man hat auch was zum Reden und nicht nur was zum Ficken. Man darf wissen wo er wohnt, wie er heißt, was er wo arbeitet, Episoden aus seinem Leben und welche Termine er nächste Woche hat. Antwortet, wenn man ihm ne Nachricht schickt, stellt sich nicht tot, will den ganz normalen Kontakt. Also so, wie man das eigentlich erwarten könnte, und von der Armee an Fuckboys, die sich im Lifestyle rumtreibt, fast nie bekommt.

War schon BDSM-interessiert als er kaum trocken hinter den Ohren war. Hat sein “Handwerk” wirklich von der Pike auf gelernt, teils von einer damals befreundeten professionellen Domina, und hat Grossmaulsprüche und Brusttrommeln nicht nötig. Der Mann weiß ganz genau was er tut, und besitzt auch ein gutes Gespür dafür, wie weit er womit wann gehen kann.

Das hat sich bereits mehrmals gezeigt. Es wird immer rechtzeitig locker gelassen, aufgehört, zurückgeschraubt, bevor es zuviel wird, bevor die Luft ausgeht, bevor die Spuren zu arg werden.

Was nicht heißt dass das Ganze ein Ponyhof ist.

Er lotet aus wo Grenzen sind, seien es Schmerzgrenzen (wenn er sein Handwerkszeug gekonnt einsetzt), die Grenze zur Ohnmacht (wenn er ebenso gekonnt seine Hände um meinen Hals legt und seitlich zu drückt), oder meine alten Nemesis- Ekelgrenzen (wenn es um Erniedrigungen aller Art geht), und testet diese Grenzen aus. Jedes Mal ein Stückchen mehr. Jedes Mal eine Nuance heftiger. Immer weiter.

Dabei gibt es, bis auf die Tabus, die einem der gesunde Menschenverstand sagt (Kinder, Tiere, KV, offene Wunden/bleibende Schäden, bla bla bla, man kennt die Standardliste ja) ansonsten mit ihm theoretisch keine Grenzen. Eine Liste mit 150 soften und harten Limits hatte ich nicht, (weil ich dieses “Cherry Picking” jämmerlich finde) und die wäre auch von ihm nicht akzeptiert worden.

Ich weiß dass er kein Psychopath und kein Schläger ist, und über einen riesigen Erfahrungsschatz genauso wie Empathie verfügt (wenn er die logischerweise im Spiel auch nicht immer offen zeigt. Guter Cop, böser Cop *grins* ) Und ich weiß dass ich ihm vertrauen kann. Er hat mir noch nie einen Grund gegeben, ihn anzuzweifeln.

Ich kann mir ein Safeword suchen, wenn ich möchte. Momentan war das noch nicht nötig, denn ich bin nicht aus Zucker, und er ist genau DER Herr, der mich genüßlich mit allerlei Werkzeugen bearbeitet und dann stoppt, ein Foto von meiner knallroten Rückseite macht, es mir zeigt und dann erklärt warum es genau jetzt genug ist und was passieren würde wenn er hier und da noch vielleicht 10x mehr und 2x im falschen Winkel draufhauen würde. Was man nicht haben will. Zumindest wir nicht. Oder noch nicht. Wer weiß.

Der Weg ist das Ziel.

Er ist sich auch absolut seiner Verantwortung bewusst. Und hat genug gesehen und gehört in den letzten fast 30 Jahren, um zu wissen dass die Grenze zwischen (einvernehmlichem?) SM und schwerer Körperverletzung fließend sein kann.

Nichtsdestotrotz wird es sexuell definitiv nicht langweilig werden mit ihm. Sondern fordernd und anstrengend und machmal wird es auch echte Überwindung kosten.

Aber das wollte ich ja. Und ich bin bisweilen nach jedem Treffen wieder erstaunt, etwas Neues über mich gelernt zu haben. Seien es körperliche Reaktionen oder irgendwas Tiefenpsychologisches. 😉

Das kommt dieses Mal dann eben noch mit einem Menschen, der zu zwischenmenschlichen Beziehungen fähig und willens ist, zusammen. Was eine anziehende Mischung ist.

Und last but not least…meine Güte, der Mann kann ficken… 😍😎🙊

 

 

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4 thoughts on “Der Weg ist das Ziel …

  1. Klingt wirklich schön und gut. Und wenn es mal nicht der “sonnige Ponyhof” ist, dann ist es aus meiner Sicht auch gut. Eigentlich sind es ja die “Probleme”, die uns im Leben weiter bringen 🙂 Soll nicht heißen, dass wir uns nur mit so Problemtypen rumschlagen sollten…. die gute Mischung machts. Und wenn du (endlich?) eine Macke an ihm findest: “nobody is perfect” und hier kommt die Herausforderung… egal wie: Viel Glück und Spaß!

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  2. brinaaaaaaaaaaaaa says:

    Wow das klingt wirklich gut…freut mich sehr für euch. Ich glaube ihr habt eine Menge Spaß zusammen und eine schöne Zeit.
    So wünsche ich es mir für mich auch, irgendwann mal. Das wäre ein Traum.

    LG

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