Wunschzetteldoms

Der Begriff ist natürlich provokativ, aber durchaus gewollt. Aaalso….der Begriff der Wunschzettelsubs ist ja bekannt. Devot sein klar, aber bitte nur nach Vorlieben, ausgesucht von der Menükarte sozusagen.

Das männliche Gegenstück dazu sind Doms (gehen wir jetzt mal wohlwollend davon aus dass die alle “echt” sind) , die oft schon lange bis sehr lange eine sub/Sklavin suchen und trotzdem keinen Zentimeter weit von ihren Vorstellungen (so unrealistisch diese auch sein mögen) bereit sind, abzuweichen. Und die zu faul oder zu zeitknapp oder unfähig sind, eine Sklavin auszubilden. Zu betreuen. Zu formen. Zu was auch immer. O oder anderes. Sowas “treffe” ich jeden Tag aufs Neue online.

Die Gespräche und auch die Versuche, das Ganze rl zu probieren, sind für mich bis jetzt gescheitert. Entweder daran, dass Dom den Mund zu voll genommen hat und im Alltag nicht liefern konnte, oder mein Profil (auf dem ich wirklich genauestens beschreibe was ich suche) nicht gelesen hat, oder eben an zwei Themen im Speziellen:

ERSTENS …verliert dieser Schlag Dom fast augenblicklich das Interesse wenn Beziehungsarbeit, D/s-Style, ansteht. Man sollte eigentlich denken dass gerade das gemeinsame Erarbeiten der Dynamik das ist, was Spass macht. Zu erziehen. An Grenzen zu schubsen, die man erst rausfinden muss. Und manchmal auch drüber. Seine Sklavin auf sich zu konditionieren. Intimität.  Aber dazu bräuchte es ja mehr als Fickificki und Spielen. My bad.

UND ZWEITENS…Soll nur das gemacht werden was IHNEN behagt. Und sonst nix. Und schon gar nicht Sachen die ICH gern möchte, die aber nicht auf SEINER  ultimativen Lieblingskinksliste stehen. Weil, wichtig ist ja nur ER.

Und ja, das Gefälle ist schon klar, und ja, das O-Dingens, aber trotzdem. So nicht. Für mich, gerade am Anfang von etwas Neuem, ist es nunmal normal, dass man aufeinander zukommt. Nicht nur einer nur nimmt und einer nur (nach)gibt. Ich bin ja schließlich auch bereit, Dinge zu tun, die ich nicht mag. Deshalb kann ich es nicht verstehen, wenn einer lieber allein bleibt, als von irgendeiner einzelnen klitzekleinen Sache abzulassen, die wirklichechtechtecht nicht geht.

Solche Leute nenne ich Wunschzetteldoms.

Und sowas treffe ich hier täglich. Die Unfähigkeit, sich zurückzunehmen, und anderen Leuten entgegenzukommen. Den Unwillen, sich in die Lage anderer Leute hineinzuversetzen. Wenn ich das schon zwischen den Zeilen rauslese dass einer es nicht kapiert dass ich seinem Kontrollfetisch nicht 24/7 gerecht werden könnte. Ich habe einen saustressigen Job und Kids, und es wäre mir schlicht nicht möglich, seine kleinen Aufgaben, Fotojobs, Rückmeldungsblabla zu erfüllen wenn er pfeift, sondern vielleicht erst Stunden später. Sorry dass ich ein Alltagsleben hab.  Ich LIEBE Aufgaben. Kontrolle. Mind fuck. Aber wenn’s nicht geht, geht’s nicht. Akzeptiere ich dafür eine Strafe? Die “Tracht Prügel”? Wiederholt, womöglich? Nein.

Ganz. Sicher. Nicht.

Das hat nichts mit devot sein nicht kapiert haben, oder mit irgendeiner Art von Mimimi zu tun.

Aber in meinem Buch rauft man sich bei Sympathie zusammen. Nicht nur einer von beiden.

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Das Elend am anderen Ende der Leine

Ich habs mir schon lange vorgenommen, spätestens seit dem letzten Blogeintrag, mal ein paar Worte zum immer wieder zu beobachtenden Elend am anderen Ende der Leine zu schreiben.

Oder anders gesagt: für jedenMöchtegern-Dom gibt es anscheinend eine passende Möchtegern-sub.

Die Auswahl reicht von jungen Mädels, die auch mal gern Hubschrauber fliegen wollen ( ernsthaft, darauf wurde einer meiner Kaffeedates mal angesprochen) über Frauen, die ihre Vorliebe für härteren Sex mit Ds verwechseln und einfach keinen Schimmer haben wovon sie reden, bis zu einer Herde von Wunschzettelsubs, die sich für devot halten, aber immer alles bestimmen wollen. Wann was wie gemacht wird. Und das Ganze mit einer ellenlangen Liste an soften und harten Limits, damit auch ja nix passiert was nicht gemocht, oder bestellt wurde.

Oder die Erfahrungs-und Vorliebenfantastinnen. Ich hab null Plan, will es aber nicht zugeben, und schreibe mir deshalb eine tolle Neigungsliste ins Profil. Augen zu und wird schon werden. (Dass das eine eher blöde Idee ist, und es da unter Umständen ein schlimmes Erwachen mit eiligst gequiektem Safeword und anschließendem Gesprächsbedarf geben kann, kann man sich denken)

Dazu gibt es dann noch die Identitäten-Erfinderinnen, so ähnlich wie auf Twitter, die einem das Blaue vom Himmel runterlügen, mit der üblichen Bruchlandung. Die notorischen Verschweigerinnen, die Kinder, Männer und was auch immer sonst, geflissentlich unter den Teppich kehren. Die scheuen Rehe, die nur schreiben aber bei der Aussicht auf ein Treffen im Wald verschwinden.

Und, eine ganz besondere Kategorie, die Kerle, die sich als Frau ausgeben. Ja, dude looks like a lady. Manche sind devote Männer, die keine dominante Frau finden und ihr Glück dann eben bei einem Dom versuchen, und diesem nach 2 Wochen rumlügen notgedrungen irgendwann reinen Wein einschenken. Und manche sind TV oder TS und halten es nicht für notwendig, das Gegenüber zu informieren.

Das alles resultiert dann halt darin, dass es wahrscheinlich am dominanten Ende der Leine auch Argwohn und Zurückhaltung gibt, bis hin zur zeitweisen Aufgabe der Suche.

Mit anderen Worten, Schnauze voll. Da gehts den Herren (der Schöpfung) also oft auch nicht besser.

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Das Metabla

Das hab ich mir schon so oft ungefähr so gedacht.
Also. Nicht viel beizufügen.

Taras Ropes

Bei einem Telefonat mit meinem Herrn stießen wir mal wieder auf die Magie des Metas und die Sorge, dass dieses Metabla den eigentlichen Zauber der D/s-Beziehung stören könnte.

Was ist eigentlich Metabla? Meta-Bla ist das Reden über die Beziehung, über die Grenzen, die Tabus, auch über Ziele, Phantasien, all dieses. Dies kann in der Beziehung stattfinden, wenn man zum Beispiel abends im Bett seinem Partner erzählt, wie scharf einen dieser neue Kollege macht und ob man sich nicht überlegen sollte, ob dieser Dreier vielleicht lohnenswert sein könnte. In einer D/s-Beziehung, in der man aber nicht partnerschaftlich abends gemeinsam im Bett fläzt, kann das schwieriger sein. Da ist dieses Machtgefälle, das diese Art der Kommunikation schon mal schwierig macht und eben die Tatsache, dass man emotional anders verbunden ist und weniger auf Liebe und die damit verbundene Bereitschaft, Dinge vielleicht ein wenig… lockerer zu sehen, hoffen kann.

Aber gerade da wird…

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Die Geschichte von der Sklavin, die auszog, ihren Herrn zu finden

Es war einmal eine Sklavin, die nicht nur spielen wollte. Sie wollte einen echten Herrn finden, mit dem sie glücklich und zufrieden ihre Leidenschaft für bdsm und Ds teilen wollte.

Deshalb zog sie aus auf den sagenumwobenen Marktplatz der Sklaven und in den Club der Glückseligkeit und wartete auf ihren Herrn.

Anm. d. Redaktion: Liste ist anonymisiert, evt zeitlich nicht in korrekter Reihenfolge, und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer sich wiedererkennt, der beuge sein Haupt und trolle sich beschämt in irgendeine Ecke.

Der erste Herr war voll der Versprechungen und hatte große Pläne. Der Sklavin gefiel es wohl dass nicht nur seine Pläne groß waren, aber es erstaunte sie doch sehr dass die tollen Pläne sehr schnell vergessen waren, er aber nicht schnell genug betonen konnte dass er sie mit anderen Herren teilen wollte. Diesen Wunsch teilte die Sklavin aber damals zumindest noch nicht. Zumal der Herr normalen zwischenmenschlichen Kontakt genausowenig für nötig hielt wie irgendeine Form von Vertrauen aufzubauen.

Der zweite Herr war von der anderen Seite des großen Wassers gekommen, und machte per Briefpost und Fernsprecher einen ordentlichen Eindruck. Aug in Aug war er leider ein irgendwie verklemmter Kerl der statt dirty talk kindisches Gekicher lieferte, und dessen 1,90m Körpergröße das einzig stattliche an ihm war.

Der dritte Herr siegte mit Phantasie und Einsatz, und ist der Sklavin bis heute verbunden. Allerdings nahm auch er sich für den Alltag viel mehr vor als er bald darauf halten konnte, und so kam es dass sie sich nur noch ab und zu treffen um sich um des Anderen dunkle Gelüste zu kümmern.

Der vierte Herr hatte es der Sklavin wirklich angetan. Er schrieb und redete als hätte er tatsächlich verstanden worauf es ihr ankam, und die Sklavin bemühte sich nach Leibeskräften, ihm zu dienen aber leider leider waren Wort und Tat bei ihm wiedereinmal nicht eins. Das, verbunden mit der Angewohnheit, ohne Safeword zu leben und ohne die Notwendigkeit zu sehen, sich um die deutlich angeschlagene Sklavin nach dem Spiel auch nur einen Deut kümmern zu wollen, war der Tod auch dieser zarten Pflanze des bdsm.

Der fünfte Herr war ihr schon länger bekannt, und ist der Sklavin auch nach dem Besuch einer Nacht der O -rein freundschaftlich – verbunden geblieben. Für die große immerwährende Liebe reichte es allerdings bei Weitem nicht aber das war auch nicht Ziel und Zweck auf beiden Seiten.

Davor, danach, dazwischen in all den Monaten…

..waren da viele weitere Frösche im Prinzenkostüm, die es nie vom Fernsprecher ins reale Leben schafften. Da war der Schweizer Herr, der seinen Worten immer 5 Ausrufezeichen anfügen musste weil er wohl glaubte, die Sklavin wäre dumm und taub noch dazu. Er treibt bis heute sein ordinäres Unwesen im Marktplatz der Sklaven und schreibt der Sklavin notgeile Nachrichten in denen er vermutet ihre “Fotze liefe aus vor Verlangen” nach ihm. Er bleibt ungehört bis heute.

Da war der Herr, der bei seiner Gewichtsangabe unglücklicherweise die 7 Zwerge, die er zwischenzeitlich vertilgt haben mußte, vergaß.

Da war der Herr, der in allen Punkten perfekt für die Sklavin gewesen wäre, wenn da nicht….seine nichtsahnende Frau daheim und über 200 km Postkutschenstrecke zwischen ihnen stünde.

Da war der Herr, der zwar in ihrer Nähe wohnte, aber 400 km weit weg arbeitete, und immer dann daheim Einlass in sein Schloss gebieten würde, wenn die Sklavin am meisten bei sich daheim zu schuften hätte. Auch besitzt er eine große Affinität zu Latrineninhalten, und eine ebenso tiefgreifende Abneigung zu Kindern. Was für die Sklavin genau falschherum ist, unpraktischerweise.

Da war der Herr, der sofort Nacktportraits verlangen wollte, noch bevor die Sklavin je seinen Namen wußte.

Der, der sie schriftlich begrüßte mit dem Befehl, für ihren neuen Herrn zu knien.

Der, der sie sich als Zweitsklavin halten wollte wo sie sich doch als Alleinige sah. Oder mindestens als unangefochtene Hauptfrau.

Der, der dachte, er käme mit Einsilbigkeit weiter, und sogar diese Silbe ward noch falsch geschrieben.

Der, der der Sklavin sein Gemächt entgegen reckte noch bevor sie sein Gesicht kannte.

Der, der ihr seit vielen Tagen schon, und trotz langen Briefen immer noch sein Gesicht schuldig bleibt und deshalb zur Spreu zählt und nicht zum Weizen.

Die Unzähligen, die die durchaus ernstgemeinten Worte der Sklavin nicht lesen wollten und dadurch schlecht vorbereitet und mit völlig falschen Erwartungen an ihre Türe klopften.

Die, die sie nur für fröhliche Abende bei ihr daheim wollten, wohl, weil ihre eigentliche Gefährtin ihr eigenes Bett blockierte.

Die, die ihr Gemächt einbringen wollten aber niemals ihr Herz.

Die, die das Blaue vom Himmel herunter verlangen wollten von der Sklavin, aber es selbst nicht einmal vermochten,ihr eine gute Woche zu wünschen…..

Die Liste der Totalausfälle ist endlos.

Nichtsdestotrotz, die Sklavin wird weitersuchen nach ihrem Glück. Und eine Vielzahl von Narren und Scharlatanen ausmisten müssen. Mit der großen Mistgabel.

Fortsetzung folgt… hoffentlich nicht. 😉

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One

“When she’s abandoned her moral center and teachings…when she’s cast aside her facade of propriety and ladylike demeanour…when I have so corrupted this fragile thing and brought out a writhing, mewling, bucking, wanton whore for my enjoyment and pleasure…taking everything I dish out to her…at that moment she is never more beautiful to me.”

~Marquis de Sade

 

“Come with me”. With a tug on her leash, he started walking towards the staircase, in search of a free play area for them.

The presentation round hadn’t been easy but she had managed to keep her composure and fulfill the task, and he had noticed how well she had done, and, not without pride, the interest of a few other men in her.

They wandered the club as people slowly vanished into the different areas. Some went towards the bar, others were socialising in the entrance hall, and for some, judging from the muffled moans and cries drifting into the hallways, play had already started.

When he found a room that wasn’t crowded, he smirked and pulled her in. She gasped when she saw her destination.  There were two round, padded little tables in this room, and one was still empty. With a pillow at one end, metal cuffs that a wrist would fit in or could be fixed to, and leg rests at the other end, similar to what gynaecological examination chairs do have.

Oh.

She looked at him, shell-shocked, for a split second, then averted her eyes as he tugged on her leash. “Sit down”. She had noticed the two men following them around casually, now hovering about as he reached in behind her and opened the neck holder of her dress.

He murmured into her ear “Everything allright?” and when she nodded “Yes Sir” he pushed her torso down and helped her place her legs into their padded rests. She felt totally vulnerable, even more so when he connected her leather wrists cuffs to the construction left and right hand side of her. She closed her eyes, because she simply didn’t know where to look. It was easier this way.

A second later, she felt his right hand on her left breast. His left hand on her inner thigh, sliding towards her already drenched pussy. Pushing aside the flimsy fabric of her dress so she was open for him. For them.

She felt another hand on her. On her throat, encircling it, then sliding down to her right breast. Kneading it, rolling the nipple in between warm fingers while hand number four held her elbow down so she wouldn’t squirm too much. Simultaneously hand number five rested on her belly as hand number six found its goal between her legs.

She softly moaned. Those hands felt good. Especially that hand on her pussy. Stroking, probing, as its owner appreciatively hummed when he found her soaking wet.

She couldn’t believe what was going on. Where she was. What she was doing. What THEY were doing to her. But she loved every second of it. The fingers that had been teasing and probing before, slid inside her, making her groan loudly. Two, then three. Four. Those fingers felt sooo good, pressing against the jewelled plug in her ass. A hand pressed down on her belly to keep her hips from bucking up as those fingers started to fuck her while a thumb teased her clit.

She heard moans and grunts and the sound of wet body parts slamming into each other from the other table but she kept her eyes shut, only opening them once when she heard his voice “Look at me” so she looked up at her Sir as he slid one finger into her mouth, letting her suck on it and tease it with her tongue. He never stopped playing with her nipple, enjoying the sight, and keeping an eye on the others.

The man in between her legs bent down and started licking her, burying his face in her pussy, groaning as he made a feast of her. She turned her bound wrist, grabbing her Sir’s suit jacket, moaning loudly as that tongue drove her towards orgasm. She would come on this table, in front of these three men. Two of them complete strangers. She was spread out, cuffed, and theirs to use and she had once been horrified of even that thought and now, there, all she could think of was that she didn’t want them to stop teasing and touching her. She was so close.

Not allowed to look up at them once, she wouldn’t recognise their faces later on.  It didn’t matter. Those hands stroking her and tormenting her, that mouth on her clit, sucking, that tongue circling her. The man licking her, slid his fingers back inside her and the other man who had relentlessly stroked her body and her breasts before, bent down and sucked on her nipple. Hard.

Her thighs were trembling and she was clawing his jacket once more when her Sir whispered into her ear “Be a good girl and come for us now”. She wasn’t pushed over the edge, but FLEW, screaming and thrashing under their touch. There was no place for manners, restraint or even shame. Only for this feeling. She managed to groan “Thank you Sir” through gritted teeth, to whomever it may concern.

As she caught her breath and opened her eyes, blinking, she noticed the other men had stepped back, about to mingle with some passers by. Her Sir pulled her up and helped her stand, smirking once again as he grabbed her leash and started walking towards the bar area.  “First of many…”

 

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Mauern im Kopf

So. Kleiner Seelenstriptease gefällig?

Angst. Zweifel. Die Mauern im Kopf, die man sich selber baut.

Bin ich gut genug? Bin ich hübsch genug? Zu alt? Zu fett? Zu viel Arbeit? Zu kompliziert? Nicht masochistisch genug? Nicht BDSM-erfahren genug? Zu plapperig? Zu anhänglich?

Dieses Denken ist höchstwahrscheinlich einfach nur blöd. Schädlich auf jeden Fall. Aber man kriegt es nicht weg. Zeitweise vielleicht, aber im Hintergrund gibt es immer diese leise Stimme, die einem kleine Gemeinheiten ins Ohr flüstert und einen unsicher macht.

Wenn sich dein Spielpartner tagelang nicht meldet (obwohl er nicht dein “Freund” ist) , dann hat er sicher ein Mädel gefunden, das mehr aushält als du, und ohne Gebettel und Diskussion seine kinks erfüllt.

Du kannst das nicht anziehen. Dafür bist du viel zu dick.

Zieh lieber das lange Korsett an und die Strümpfe.Wenn du es anbehalten darfst, dann bist du mit deinem Schwabbelbauch aus’m Schneider.

Geh lieber nicht auf diese Play Party. Da sind sicher lauter alte Hasen, und du riechst nach Neuling.

Was, wenn du * x-beliebiges bitte einfüllen * nicht kannst?

Was, wenn du dich / ihn zum Horst machst?

Du musst wirklich total bekloppt sein. Sonst würdest du das doch nicht alles wollen. Kein normaler Mensch macht sowas.

Warum kannst du nicht einfach so sein wie die Anderen?

Und so weiter und so weiter und so weiter. Blablabla.

Woher das kommt, kann ich mir – bei mir – so ungefähr zusammenreimen. Das ist eine tiefsitzende Unsicherheit, gepaart mit einem absolut lausigen Selbstwertgefühl.

Ich war als Kind schon moppelig, und bin deshalb praktisch ab Tag 1 gehänselt worden in der Schule. Heute würde man wegen “mobbing” ein Faß aufmachen, damals hat es keine Sau interessiert. Als später noch Brille, Spange, und gute Noten dazukamen,wurde es echt übel. Natürlich hab ich gegessen, um zu kompensieren. Wie das halt so ist.

Dazu war ich immer schon ein Mensch, der für “seine” Leute alles tut und die Kastanien aus dem Feuer holt, und sich selbst eher hintenan stellt, und das wurde auch gut ausgenutzt über die Jahre.

Das Elend ging weiter bis 108 kg bei 1, 70m und weder Beliebtheit noch ein Freund waren in Sicht. Um die Sache abzukürzen, eine Veränderung in der Klassenzusammensetzung und ein langer, anstrengender Backpackerurlaub halfen beim Abnehmen genauso wie bei der Selbstbewusstseinsfindung.

Ab da lief die Sache, und jetzt war sogar ein Freund für mich drin, vielleicht…Und irgendwann fand sich auch der ein oder andere Interessent. Und jedes Mal war die fiese kleine Flüsterstimme im Hintergrund. “Den tollen Kerl kannst DU ja nie im Leben halten”.

Dass das Vanillamänner waren, oder Jungs, besser gesagt, hat die Sache nicht vereinfacht. Und dann war ich vom Markt, für lange Zeit. Zu lang. Viel zu lang. Vielleicht auch deshalb weil die kleine Stimme im Hintergrund dazu riet, zu bleiben. Sicher ist schließlich sicher. Das, und die Reise in Richtung BDSM wird mal ein eigener Post, das würde hier zu lang werden.

Und jetzt eben dieses BDSM-Ding. Welches zugleich eine riesige Streicheleinheit für die Seele, und eine deutliche Verkomplizierung meines Lebens ist.

Frau küsst hier ziemlich viele Frösche, und Prinzen neigen gerne dazu, am anderen Ende des Landes zu residieren. Und ich ertappe mich nach wie vor bei negativen Gedanken gegen mich selber. Nicht gut genug, nicht hübsch genug etc zu sein. Was für einen interessierten Mann total unattraktiv ist. Genauso, anscheinend, wie ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit zu wollen. (FORDERN würde ich ja nie sagen, denn im Fordern, auch wenn es mir zusteht, bin ich bis heute nicht gut).

Ich hab es aber wenigstens geschafft, einen gewissen Stolz zu entwickeln, und einen Hauch Selbstwertgefühl gegenüber Leuten, die nur nehmen aber nicht geben wollen. Wurde aber auch Zeit.

Was bleibt, ist die Suche nach dem “mehr” , irgendwo hinter der Mauer im Kopf. Die ist in den letzten Jahren schon ganz schön gebröckelt, aber man muss immer aufpassen,dass man nicht aus Versehen wieder Teile aufbaut. Jeden Tag.

 

 

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